Handlettering – Die Kunst beeindruckende Wortmotive zu zaubern 

In diesem Beitrag wollen wir Dir die faszinierende Kunst des Handletterings vorstellen und Dir zeigen, wie Du kreatives Zeichen und die Plotterei wunderbar vereinen kannst.

Hast Du dich schon einmal gefragt, wie die vielen tollen, kunstvoll gestalteten Wort- bzw. Spruchmotive die man bei Pinterest und auf diversen DIY-Seiten findet, eigentlich ihren Weg auf Kleidungsstücke, Postkarten, Dekoartikel etc. finden?

Gut möglich, dass ein Handlettering-Künstler am Werke war und sich zunächst ganz „altmodisch“ mit Stift und Papier ausgelebt hat!

(Wanderlust | Quelle: https://www.instagram.com/p/BmnTW3bgE5X/)

Wanderlust | Gelettertes Motiv von Timo Ostrich (Quelle: https://www.instagram.com/p/BmnTW3bgE5X/)

Handlettering – Ein wundervolles Hobby für kreative Geister

Hand…was? Handlettering!

Handlettering bezeichnet die Kunstform, kunstvolle Wortmotive zu zaubern und in der Regel wird sie zunächst ganz klassisch ohne technische Hilfsmittel wie PC oder Tablet, sondern nur mit Stift und Papier, ausgeübt.

Das Schöne beim Handlettering ist, dass Du mit dem Kunstwerk meistens nicht auf der grünen Wiese starten musst, sondern Du erste Ideen und Impulse für Dein Werk ausgehend von einem Wort oder einem Spruch an die Hand bekommst – das vereinfacht den Start oft ungemein. Praktisch jede Person hat irgendeinen Lieblingsspruch, einen Namen oder ein Wort, mit dem man etwas Besonderes verbindet.

Eine neue Dimension kreativer Individualität – Erstelle zukünftig deine eigenen Motive

Hand aufs Herz! Wer von uns stibitzt nicht gelegentlich die Ideen und Motive anderer Leute (hallo liebe Pinterest-Freunde J) und nutzt diese als Vorlage oder gar 1:1 Kopie, um daheim Dinge zu verschönern – seien es Wandmotive, Dekoartikel oder Kleidungsstücke?!

Das ist auch überhaupt nicht verwerflich, denn schließlich bedarf es einer gewissen künstlerischen Begabung, um Motive zu zaubern, die etwas hermachen. Wer diese Begabung nicht besitzt (oder wenigstens glaubt sie nicht zu besitzen ;)), kann natürlich nur aus dem Fundus anderer Menschen schöpfen – woher sonst sollten die Motive auch herkommen?

Aber wie cool wäre es, wenn Du bald unabhängig von anderen deine eigenen Kunstwerke erstellen könntest? Wenn Du auf Basis von Namen, Orten, Begriffen oder Sprichwörtern dein eigenes Kunstwerk schaffen könntest – genau nach deiner Vorstellung und gemäß deiner eigenen Interpretation?

Das Tolle am Handlettern ist, dass es keine abgefahrene Wissenschaft ist, sondern Du im Netz tolle Anlaufstellen findest, die Dir einen super Einstieg in dieses faszinierende Hobby ermöglichen und Dir Schritt für Schritt zeigen, wie der Einstieg spielend gelingt – dazu gleich mehr.

Was braucht man für das Handlettering und wie lernt man es?

Ein großer Vorteil des Handletterings ist, dass die Grundausstattung kein Vermögen kostet, jedenfalls nicht, wenn Du zunächst mit den Basics startest. So kannst Du leicht mal in das Hobby hineinschnuppern und schauen, ob es Dir gefällt, ohne dich dabei gleich in Unkosten stürzen zu müssen.

Mit einer Auswahl guter Stifte und dem richtigen Papier kannst Du bereits mit dem Handlettering loslegen
(Quelle: https://handletteringlernen.de/)

Im Prinzip genügen für den Start eine Auswahl spezieller Stifte und einige Bögen des richtigen Papiers. Da das Handlettering als solches ein „eigenes Handwerk“ darstellt und ähnlich wie das Nähen am besten sinnvoll strukturiert erlernt wird, möchten wir Dir an dieser Stelle für Deinen Handlettering-Einstieg die grandiose Seite handletteringlernen.de ans Herz legen.

Auf dieser Seite findest Du praktisch alle Informationen, die Du für einen Einstieg in dieses wunderbare Hobby benötigst, angefangen bei zahlreichen kostenlosen Informationen zu Material und Ausstattung, Handlettering-Techniken, dutzenden Vorlagen und Übungsblättern und sogar einem umfassenden Handlettering-Video-Kurs (kostenpflichtig, aber 100% lohnend, wenn Dich das Hobby in den Bann gezogen hat).

Vom Handlettering-  zum Plotter-Motiv

Wie kommt das Handlettering-Motiv nun auf das Objekt deiner Wahl?

Silhouette Portrait Schneideplotter

In Kombination mit einem Plotter wird das Handlettering zum Kreativ-Tsunami

Natürlich könntest Du direkt das Objekt bemalen, also Stifte raus und Gläser, Textilien etc. verschönern. Das setzt allerdings ein hohes Maß an Zeichensicherheit voraus und nicht jedes Material lässt sich wirklich gut bemalen.

Daher bietet sich der „Umweg“ über unseren geliebten Plotter an!

Sobald Du ein Handlettering-Motiv am Papier finalisiert hast, kannst Du es prinzipiell als Ausgangsbasis für ein Plottermotiv zum Plotten auf Flex- oder Flockfolien nutzen.

Der Vorteil liegt hier natürlich klar auf der Hand: Statt das Motiv jedes Mal händisch z.B. auf ein T-Shirt zu zeichnen kannst Du es als digitalisiertes Plottmotiv beliebig oft vervielfältigen. Außerdem sind gute Flex- oder Flockfolien deutlich langlebiger und waschechter als z.B. mit Textilstiften aufgebrachte Motive. So wirst Du länger Freude an deinem Handlettering-Kunstwerk haben.

Natürlich eignen sich nicht per sé alle Handlettering-Motive gleichermaßen für die Weiterverarbeitung mit dem Plotter. Ein wichtiges Kriterium hierfür ist, dass das Motiv „vektorisiert“ werden kann, d.h. mit Hilfe Deiner Plottersoftware (z.B. dem Silhouette Portrait Studio) in eine plottfähige-Datei umgewandelt werden kann. Das ist notwendig, damit das Schneidewerkzeug in deinem Plotter die Konturen ausschneiden kann, also „weiß“ wo es entlang schneiden muss.

Auch kannst Du natürlich mit dem Plotter nur schlecht Motive realisieren, die mit aufwändigen Farbverläufen oder vielen kleinen Farbflächen aufwarten – schließlich sind die üblichen Plotterfolien einfarbig oder du nimmst in Kauf, dass Du Dir das finale Motiv aus vielen unterschiedlichen Folienfarben „zusammenpuzzlest“.

Gut eignen sich Motive, die geschlossene,  einfarbige und nicht zu granulare Flächen beinhalten und deshalb in der Regel recht einfach von der Plottersoftware in eine Plotterdatei umgewandelt werden können.

Ideal ist natürlich, wenn Du bei der Gestaltung Deines Handlettering-Kunstwerks direkt die Eignung des Motivs für Plotterzwecke im Hinterkopf behältst, du also die technischen Limitationen des Plottens im Hinterkopf behältst und diese bei der Erstellung des Motivs berücksichtigst.

Vorgehensweise – Vom Handlettering-Motiv zur Plottvorlage

  1. Schritt – Motiv digitalisieren

Als erstes benötigst Du natürlich eine digitale Version deines Motivs. Entweder scannst Du das Motiv mit einem Scanner ein oder Du fotografierst dein Kunstwerk ab. Achte im Falle des Abfotografierens darauf, dass sich dein Motiv möglichst kontraststark vom Hintergrund abhebt und so wenig Schatten wie möglich in den Bereich des Motivs fallen.

  1. Schritt – Motiv vektorisieren/in Plottersoftware einlesen

Sobald Du eine digitale Version deines Motivs mittels Scanner oder Foto erstellt hast, geht es daran, das Foto in deine Plottersoftware zu laden. Hierzu importierst Du die Datei und lässt die Konturen (teil-) automatisiert von der Software nachzeichnen.

Wie das geht, ist in vielen YouTube-Videos gut erklärt, z.B. in diesem hier:

  1. Motiv ausplotten und vervielfältigen

Sobald die Konturen (Pfade) deines Handlettering-Motivs erfasst sind, kannst Du dein ganz persönliches Kunstwerk beliebig oft und für unterschiedlichste Untergründe vervielfältigen. Egal ob als Aufkleber, als Bügelbild oder als Postkarte – Deine Fantasie allein setzt die Grenzen.

In diesem Sinne: An die Stifte, fertig los 🙂 !

 

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